Sichere Diagnose

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Julia999
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Sichere Diagnose

Beitragvon Julia999 » 18 Nov 2019 15:22:01

Hallo Zusammen

Ich bin neu hier und hätte ein paar Fragen,die mich seit Jahren verrückt machen. Ich hoffe sehr, dass mir jemand helfen kann.:)
2013, nachdem ich ca 15Jahre lang ständige Bauchschmerzen,einen Blähbauch, wöchentlich bis zu mal 4 Migräne, Aphten im Mund, Gelenkschmerzen und und und hatte wurde ich zur Magenspiegelung geschickt( Verdacht: allgemeine Nahrungsmittelunverträglichkeit)

Diagnose: hochgradige Zottenatrophie und intraepithelialen Lymphozyten(60/100)

Hochgradig verdächtig auf Zöliakie.
Ich wurde zum Bluttest geschickt, der war allerdings negativ.Auch die Gesamt IGA
Die eine Ärztin meinte, das kann keine Zöliakie sein, der andere Arzt meinte wenn ich auf eine glutenfreie Diät anspreche und meine Zotten zurückkommen ist es eine Zöliakie
2 Jahre später eine erneute Magenspiegelung. Die Zotten waren komplett wieder da, ich hatte keine Migräne mehr, keine Aphten etc
Heute wieder eine Magenspiegelung und alles sieht prima aus. Nur dass der Arzt meinte, dass ich wieder Gluten essen sollte( aufgrund der negativen Blutwerte) um auszuprobieren ob ich tat :-P sächlich eine Zöliakie habe. :(
Außerdem steht der Verdacht auf Morbus Chron im Raum, der wohl ähnliche Symptome wie Zöliakie macht...
Ich bin total verwirrt und hoffe dass mir jemand helfen kann :)

Vielen Dank
Alles Liebe Julia

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Re: Sichere Diagnose

Beitragvon moni130 » 18 Nov 2019 15:58:41

hochgradige Zottenatrophie und intraepithelialen Lymphozyten(60/100)

Hallo Julia,

bei diesem Befund, passend zu Deinen Beschwerden, da ist doch auf jeden Antikörpertest gepfiffen. Zumal, wenn sich noch ein allgemeiner IgA-Mangel rausstellt, der generell sehr selten ist, aber speziell bei Zöliakie häufig vorkommt.

Deine Zöliakie-Diagnose darfst Du Dir keinesfalls wegdiskutieren lassen. Jemand der allein aufgrund der glutenfreien Ernährung gesund wird, der ist doch ein wirtschaftlicher Totalschaden für die Ärzteschaft. Was soll man denn an so einem Patienten noch verdienen? Also wird mal schnell die korrekt gestellte Diagnose, die zum richtigen Verhalten geführt hat, was wiederum die Beschwerden erfolgreich beseitigt hat, in Frage gestellt und eine anderes Gespenst aus dem Hut gezaubert. Vielleicht stand ja gerade kürzliche wieder mal ein Pharma-Vertreter auf der Matte, der Mitel gegen genau dieses Gespenst angepriesen hat. Mittel, die garantiert nicht ohne Nebenwirkungen bleiben, die man dann wieder mit anderen Mitteln einfangen muss usw.

Laufe so schnell Du kannst raus aus dem Dunstkreis solcher Ärzte! Und bleibe unbeirrbar bei Deiner glutenfreien Ernährung. Sie nütz Dir, DIR und nicht dem Arzt!
"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."
- Immanuel Kant (1784))

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Re: Sichere Diagnose

Beitragvon Heiterkite » 18 Nov 2019 17:54:25

Wenn es dir mit glutenfreier Ernährung besser geht, ist es nicht Morbus Crohn.

Julia999
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Re: Sichere Diagnose

Beitragvon Julia999 » 19 Nov 2019 21:20:18

moni130 hat geschrieben:
hochgradige Zottenatrophie und intraepithelialen Lymphozyten(60/100)

Hallo Julia,

bei diesem Befund, passend zu Deinen Beschwerden, da ist doch auf jeden Antikörpertest gepfiffen. Zumal, wenn sich noch ein allgemeiner IgA-Mangel rausstellt, der generell sehr selten ist, aber speziell bei Zöliakie häufig vorkommt.

Deine Zöliakie-Diagnose darfst Du Dir keinesfalls wegdiskutieren lassen. Jemand der allein aufgrund der glutenfreien Ernährung gesund wird, der ist doch ein wirtschaftlicher Totalschaden für die Ärzteschaft. Was soll man denn an so einem Patienten noch verdienen? Also wird mal schnell die korrekt gestellte Diagnose, die zum richtigen Verhalten geführt hat, was wiederum die Beschwerden erfolgreich beseitigt hat, in Frage gestellt und eine anderes Gespenst aus dem Hut gezaubert. Vielleicht stand ja gerade kürzliche wieder mal ein Pharma-Vertreter auf der Matte, der Mitel gegen genau dieses Gespenst angepriesen hat. Mittel, die garantiert nicht ohne Nebenwirkungen bleiben, die man dann wieder mit anderen Mitteln einfangen muss usw.

Laufe so schnell Du kannst raus aus dem Dunstkreis solcher Ärzte! Und bleibe unbeirrbar bei Deiner glutenfreien Ernährung. Sie nütz Dir, DIR und nicht dem Arzt!



Hallo Moni

Danke für deine liebe Antwort!
So wie ich meine Blutwerte lese, habe ich keinen IgA Mangel

IgA ( turbidimetrisch) 0.73 g/l 0.7-4

Mich verwirren diese unterschiedlichen Aussagen unglaublich. Sind denn die Blutwerte so ausschlaggebend?

Viele Grüße Julia

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Re: Sichere Diagnose

Beitragvon Julia999 » 19 Nov 2019 21:34:19

Heiterkite hat geschrieben:Wenn es dir mit glutenfreier Ernährung besser geht, ist es nicht Morbus Crohn.


Vielen Dank für deine Antwort!

Ja, mir ging es die letzten Jahre viel besser, allerdings auch nicht 100% gut. Das verwirrt mich zusätzlich zu dem Ganzen Gerede der Ärzte :(

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Re: Sichere Diagnose

Beitragvon moni130 » 19 Nov 2019 22:33:30

Hallo Julia,

hier im Forum sind mehrere aktive Mitglieder, die zweifelsfrei Zöliakie haben, die aber einen langen und holprigen Weg zur Diagnose gehen mussten, weil nie erhöhte Antikörper nachgewiesen wurden. Ich selbst gehöre auch dazu.

Entscheidend sind die Prozesse in der Dünndarmschleimhaut. Und da war bei Dir Zottenatrophie unter glutenhaltiger Ernährung anzutreffen und regenerierte Schleimhaut unter glutenfreier Ernährung. Und dann auch noch die ganzen anderen Beschwerden, die Du erwähnt hast und los geworden bist. Willst du riskieren, dass die wieder kommen, nur weil ein Arzt dummes Zeug plappert?

Wenn es Dir so viel besser geht, aber nicht 100 % gut, dann ist vor allem an zusätzliche Unverträglichkeiten zu denken und aber auch an eine möglicherweise nicht ganz ausreichende Versorgung mit allen nötigen Vitaminen und Mineralstoffen. Glutenfreie Ernährung kann da durchaus zu gewissen Verschiebungen führen, vor allem wenn man die alten Gewohnheiten beibehält und z.B. weiterhin viel Brot, d.h. gf Brot isst. Das ist seitens der enthaltenen Mikronährstoffen bei Weitem nicht so ausgestattet wie Brot aus glutenhaltigen Rohstoffen. Das kann man aber ausgleichen, indem man z.B. mehr Nüsse und vielfältige Gemüse isst.

Nicht zu vernachlässigen ist aber auch Stress als denkbare Ursache von Beschwerden. Allein schon immer und überall für glutenfreie Ernährung sorgen zu müssen, kann schon heftig Stress bereiten.
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