Verdeckte/versteckte Zöliakie-wie geht man damit um?

Eure Fragen und Tipps zu den Symptomen, zur Diagnose und Behandlung von Zöliakie / Sprue
Flutur
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Beitragvon Flutur » 04 Mai 2009 14:41:04

So, vor ca. 2 Wochen habe ich endlich mein Biopsie Ergebnis erhalten. Wie auch schon der Gastro während der Biopsie bemerkt hat ist mein Magen und Dünndarm in Ordnung und es deutet nichts auf eine Zöliakie hin. Habe mich allerdings seit der Biopsie gf ernährt und es hat sich ein wenig gebessert. Habe nicht mehr ständig Durchfall, aber doch noch oft genug Probleme mit dem auf Toilette gehen. Auf einmal geht es los mit Bauschmerzen und Krämpfen und Toilette muss schnell da sein, genauso wie die Blähungen die einfach nicht weg gehen.

Meine Ärtzin meinte das ich evtl. eine verdeckte Zöliakie habe und wenn ich mich damit besser fühle erstmal weiter gf essen soll. Jetzt muss ich allerdings zu einer Darmspiegelung, damit heraus kommt was wirklich los ist mit mir.

Nachdem ich aber einiges gelesen und ich mich im Internet auch selber schlau gemacht habe, werde ich mich noch auf Eiweiß, Weizenmehl (denn bei Weizen merk ich schon das was los ist, besonders bei Toast), evtl. auch Histamin testen lassen. Hoffe das mein Allergologe mitmacht. Bei Ei merke ich zumindest im Moment auch eine Reaktion und verzichte deshalb gerade auf Ei.

Im Stillen hoffe ich das es vielleicht doch bloß Weizen ist auf den ich allergisch reagiere, denn es würde auch vieles vereinfachen.

Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.

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Verdeckte/versteckte Zöliakie-wie geht man damit um?

Beitragvon Flutur » 05 Mai 2009 11:02:38

Wie ich an anderer Stelle schon berichtet habe, hat sich bei der Biopsie nicht ergeben das ich eine Glutenunverträglichkeit habe.
Da ich trotz gf Ernährung immer noch einige Probleme habe, mich im großen und ganzen jedoch besser fühle vermutet meine Ärtzin das ich vielleicht eine verdeckte/versteckte Zöliakie habe. Sie selber hat das scheinbar auch.

Was ich dazu gern wissen möchte ist, ob es hier auch solche Fälle schon gibt und wie ihr das mit dem Essen haltet?
Strikt glutenfrei oder esst ihr auch ab und zu glutenhaltige Sachen (falls ihr sie ohne Probleme vertragt)?

Ist das dann gefährlich für den Körper bei einer verdeckten Zöliakie glutenhaltige Sachen zu essen?

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Beitragvon Biest1001 » 05 Mai 2009 11:14:05

Ich hab eine diagnostizierte Zöliakie und merke keine falschen Sachen( also kein flotter Otto usw). Aber ich ernähr mich strikt glutenfrei und esse keine gh Sachen. Auch wenn der Körper nicht direk rebelliert, schädigt man den Körper jedesmal damit, die Entzündung im Darm entsteht trotzdem und das Krebsrisiko- ua- steigt an.

Aber was du mit verdeckter Zöliakie meinst, weiß ich nicht. Atypisch hab ich schon gehört, aber das andre nicht.

Hast du vor der Biopsie gh oder gf gegessen?
Mein gf Kochblog:
http://onlyglutenfree.wordpress.com/

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Beitragvon Hetairos » 05 Mai 2009 11:27:15

Hallo Flutur,

deine spezifischen Fragen die Diagnostik betreffend habe ich mir erlaubt aus dem Vorstellungsthread herauszunehmen und hier zusammenzuführen, damit unsere Nutzer nicht zurückblättern müssen, um dir umfassend antworten zu können.

Flutur hat geschrieben:So, vor ca. 2 Wochen habe ich endlich mein Biopsie Ergebnis erhalten. Wie auch schon der Gastro während der Biopsie bemerkt hat ist mein Magen und Dünndarm in Ordnung und es deutet nichts auf eine Zöliakie hin.

Um dir eine Einschätzung geben zu können, müsste man sich den genauen Wortlaut des Biopsieberichts ansehen und wissen, ob die Proben feinmikroskopisch nach Marsh-Kriterien beurteilt worden sind. Wurden denn bei dir parallel auch sie spezifischen Antikörperwerte im Blut untersucht? (Siehe hierzu im linken Startseitenmenue die Rubrik Zöliakie - Diagnose.)

Lieben Gruß, Hetairos
Es ist nicht alles glutenfrei, aber es ist nicht alles nicht glutenfrei, auf dem nicht glutenfrei drauf steht.

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Beitragvon Flutur » 05 Mai 2009 11:33:13

Ich habe vor der Biopsie gh gegessen, da ich jedoch auf den Biopsie termin seit januar warten musste (Termin war im April) und ich starke Bauchschmerzen, Krämpfe und Durchfallbeschwerden hatte, hab ich z.B. Nudeln nur noch ganz selten gegessen (aber die 3 Tage vor der Biopsie nochmal Nudeln und auch Weizenbrötchen). Und bei Brötchen auch nur Vollkorn, z.B. auch nur dunkles Brot (Bauernbrot, Mischbrot) weil ich keine so starke Reaktionen bemerkt habe und ich in einer Schule arbeite. Ich wollte mich nicht über Monate lang von Imodium akut ernähren/vollstopfen und hab die ganz schlimmen Dinge einfach gemieden, da ich sonst einfach von Toilette nicht mehr runter gekommen bin. Hab auch viel Kartoffeln gegessen. Hoffe das das keinen negativen Einfluss auf die Biopsie hatte.

Der Gastrologe hat gesagt mein Dünndarm und Magen sieht gut aus und hatte an sich scheinbar keine Anzeichen von einer Entzündung bemerkt. Die Biopsie Werte haben es bestärkt, das ich nicht an Zöliakie leiden muss.

Mit versteckt/verdeckt meint meine Ärztin das ich scheinbar glutenhaltiges nicht vertrage, es aber über eine Biopsie nicht zu erkennen ist.

Sie vermutet eine Glutenunverträglichkeit schon seit letzten Sommer (Symptome: seit Januar verstärkt Migräne, ständig Nierenentzündungen und starke Gewichtszunahme, obwohl nicht viel gegessen wird) und ich hab damals auch zweimal zwei Wochen versucht gf zu essen, hatte eine dirkete 4wöchige gf Diät nicht durchgehalten. Im Januar hatte ich dann ne MAgen-Darm-Grippe (auskuriert) und zwie Wochen später so ne Art Rückfall von dem ich mich bis jetzt noch nicht erholt habe siehe oben. Auf diesen Rückfall hin sollte ich zur Biopsie.

Ob ich z.B. nur auf Weizen allergisch bin will ich noch abklären lassen.

Aber da ich halt keine PRobleme bei dunklem Brot bemerkt habe ist halt für mich die Frage ob es denn nun sehr gefährlich ist, wenn man z.B. Roggen trotzdem isst.

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Beitragvon Flutur » 05 Mai 2009 11:37:05

Antikörper ist über Blutabnahme gemeint oder?

Das wurde bei mir einmal im letzten Jahr (auf den ersten Verdacht meiner Ärztin hin) gemacht und auch noch einmal bei der Biopsie.

Der Bluttest letztes Jahr hatte als Ergebnis: keine Unverträglickeit und das Ergebnis bei der Biopsie scheinbar auch. Direkt danach gefragt hatte ich nicht. Die Ärtzin hat sich den Bericht des Gastrologen durchgelesen (Ergebnisse waren angeheftet) und er hat als Ergebnis im Gesamten bestätigt, dass ich der Verdacht auf Glutenunverträglichkeit nicht bestätigt hat.

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Beitragvon Lisl » 05 Mai 2009 11:40:22

hm.

ich erkenn mich hier irgendwie wieder.
ich hab übermorgen die zweite Biopsie innerhalb von nem halben jahr, ich werd mir diesmal alle ergebnisse kopieren lassen, auch die blutwerte und dann frage ich euch hier Löcher in den Bauch.

Flutur, ich drück die Daumen, dass du endlich raus kriegst was los ist...fühl mit dir!


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